BDS Business Lunch am 02. Februar 2017

Vortrag von Claudia Mayerle und Daniel Frasch: „Social Media für KMU – Themenschwerpunkt: Facebook“.

Claudia Mayerle und Daniel Frasch berichteten sehr anschaulich und kurzweilig, wie kleine und mittelständische Unternehmen Facebook für ihr Unternehmen nutzen können. Mit 9 Gründen, warum dieses sinnvoll ist, starteten sie Ihrem Vortrag. Weiterhin schilderten Sie, welche Voraussetzungen und Planungen im Vorfeld nötig sind. Die Ziele, die das eigene Unternehmen mit der Facebook-Seite verfolgen will, welche Zielgruppe angesprochen werden soll, sollten ebenso wie die komplette Content Strategie sehr wohl durchdacht sein. Trotzdem gilt auch hier, immer wieder ausprobieren, was ankommt und ständig optimieren.

Die interessierten BDS-Mitglieder beteiligten sich sehr lebhaft und bekundeten großes Interesse an weiteren Workshops oder Seminaren zu diesem Thema. Die BDS-Kerngruppenvorsitzende Doris Hofmann-Lange dankte den Referenten für Ihren Vortrag.

Erfolgsstory Nr. 7 - Prof. Dr. Volker Steinhübel

Foto Prof. Dr. Volker Steinhübel

„Eigentlich wollte ich Geschichtslehrer oder Rennfahrer werden!“

Interview mit Prof. Dr. Steinhübel am 23.11.2015

www.ifc-ebert.de

Stationen:

Nach Studium und Promotion in Betriebswirtschaftslehre war Professor Dr. Steinhübel Assistent und Projektleiter am Institut für Controlling der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Seit 1995 ist er als Geschäftsführer der IFC EBERT-Gruppe tätig. Bei Groß- und Mittelstandsunternehmen sowie öffentlichen Verwaltungen bringt er sich als Berater, Trainer und Coach ein. Zu seinen Schwerpunktthemen gehören Leadership, Strategieentwicklung und –umsetzung, Wertmanagement sowie Wissensbilanzierung und alle Facetten des Controllings. In den Jahren 1999 bis 2008 lehrte Prof. Dr. Steinhübel Betriebswirtschaftslehre und Controlling an der SRH FernHochschule Riedlingen. Neben seiner Publikationstätigkeit ist Prof. Dr. Steinhübel in 5 Unternehmen Mitglied im Aufsichtsrat.

1. Was bedeutet für Sie Erfolg? Worauf sind Sie stolz?

Privat bin ich, wie jeder Vater, stolz auf meine Tochter – und auf 25 Ehejahre. Auch, dass ich alle akademischen Titel erreicht habe, macht mich stolz, denn dafür musste ich meinen eigenen Weg suchen und beharrlich daran arbeiten. Das IFC habe ich von einer „kleinen Wissenschaftsbude“ mit ein bis drei Mitarbeitern zu einem Unternehmen gemacht, das manche Unternehmen seit 25 Jahren begleitet. So sind aus manchen Kunden Freunde geworden. Akademisches wie auch unternehmerisches Denken und Handeln zu vereinen, treibt mich ebenfalls an.

2. Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Wichtig ist mir Zusammenhalt und Loyalität; nicht bei der kleinsten Auseinandersetzung Dinge wegzuwerfen. Im Unternehmerischen vertrete ich eine extreme Ziel- und Ergebnisorientierung. Nicht Anwesenheit, sondern Ergebnisse zählen! Wichtig ist mir auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit Freunden und Kollegen sowie lebenslanges Lernen.

3. Wie bzw. mit welchen Eigenschaften haben Sie Ihre jetzige Position erreicht?

Die Kombination aus der Fähigkeit analytisch in die Tiefe zu gehen, in Zahlen, Daten, Fakten zu denken, und der Fähigkeit neue Dinge zu durchdenken und anzustoßen; Die Philosophie von Ebert „Denken in Extremen“ habe ich gelernt und weiterentwickelt. Meine relativ gute Auffassungsgabe hilft mir, Dinge schnell zu erfassen, zu strukturieren und dann auch wieder gut aufbereitet wiederzugeben. Heute würde ich sagen, meine Vorträge zeichnen sich durch Edutainment (Education und Entertainment) aus. Humor ist mir wichtig. Das Leben muss Spaß machen.

4. Worauf mussten Sie für Ihre Laufbahn verzichten?

An der Hochschule habe ich zu Beginn meiner Laufbahn anstatt 5000 DM in der Wirtschaft nur 1000 DM bekommen. Geregelte Arbeitszeiten gab es nie; ich unterscheide allerdings nicht zwischen Arbeit und Privatleben: „Ich lebe meine Arbeit und meine Arbeit ist mein Leben!“ Durch die Professur habe ich meine Tochter selten am Wochenende gesehen. Dafür haben wir einmal im Jahr eine Vater-Tochter-Woche gemacht. Ursprünglich wollte ich Geschichtslehrer werden, aber meine Mutter hat mit den Worten „Es gibt schon genügend promovierte Taxifahrer in Berlin“ ihr Veto eingelegt.

Wenn man sich weg vom Akademischen bewegt und als Berater und Trainer arbeitet, bleibt die Frage, wie man von außen gesehen wird. Ich sage immer: „Ich bin Arzt, Arzt für Unternehmen!“

5. Gab es auch Misserfolge oder Widrigkeiten? Wie sind Sie damit umgegangen?

Misserfolge gab es immer, zum Beispiel, wenn sich ein Unternehmen nicht so entwickelt, wie man erhofft hat. Wenn aus der Dauerbeatmung eine Schlussbeatmung wird, sprich die Insolvenz ins Haus steht. Da lernt man auch, wie Banken ticken. An der Hochschule Riedlingen konnte ich mich mit meiner Strategie nicht durchsetzen. Bei Seminaren und Kongressen muss man sich immer wieder neu erfinden, um die Leute zu begeistern. Auch im Sport konnte ich meine Ziele nicht verwirklichen. Ich wollte unter anderem Rennfahrer werden, musste aber aus finanziellen Gründen aufhören.

Generell ist wichtig: Misserfolge analysieren, sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, resilient zu sein, und dann zu überlegen, was mache ich und was mache ich nicht. Ich bin eher der Fels in der Brandung und lasse mich nicht so leicht aus der Bahn werfen.

6. Wer hat Sie unterstützt?

Prof. Ebert war für mich Mentor in Reinkultur, vielleicht auch Ersatzvater im Sinne von „Richtung geben“. Ich war sein einziger Doktorand.

Meine Eltern haben mich unterstützt, auch finanziell und durch ihre freie Erziehung. Nach zwei Semestern Bauingenieurwesen durfte ich nochmal einen neuen Studiengang beginnen. Aber mit der Ansage: Letzte Chance! Meine Schwester, die 16 Jahre älter ist, hat mich politisch orientiert. Sie gab mir u.a. Marx und Engels zu lesen.

Meine Frau hat mich immer sehr unterstützt. Bei meiner Promotionsarbeit hakte sie immer nach: Was willst du eigentlich damit sagen? Worauf ich nochmal neu geschrieben habe. 2010 hat meine Frau hat dann selbst ihre Dissertation geschrieben.

7. Welche Ziele haben Sie noch?

Mein größter Traum ist, eine eigene Hochschule für Führung zu gründen. Ich möchte die Nachfolge im Familienunternehmen regeln.

Konkret bin ich dabei, neue Führungsseminare aufzusetzen, mit dem Titel „Führung schwarz-weiß - Das Emotionale und Rationale in der Führung!“ Meine Frau hat eher die emotionale Rolle; ich eher die Rationale. In 2016 findet das erste Seminar dazu in einem Schloss in Frankreich statt.

Gerne würde ich weitere Bücher schreiben, Ideen gibt es genug: „Meine Erfahrung mit Banken“ (zusammen mit einem Freund) und/oder  „Führung und Leadership“ (zusammen mit meiner Frau).

Ja, und dann möchte ich mit 60 Jahren endlich Geschichte studieren ...

8. Was raten Sie jungen Leuten?

- Nie in erster Linie vom Geld locken lassen! Monetärer Erfolg ist nicht der Anfang, sondern das Ergebnis eines Lebens.

- Eigene Ideen mit Menschen aus unterschiedlichen Altersklassen und unterschiedlichen Berufsgruppen zu diskutieren.

- Immer an der eigenen Kommunikationsfähigkeit zu arbeiten - Rhetorik ist die stärkste Waffe!

- Und natürlich raus, raus, raus, um andere Kulturen und Sprachen kennen zu lernen!

Erfolgstory Nr. 6 - Isabel García

Isabel Garcia

"Weniger ist mehr!"

Interview mit Isabel García am 13.01.2015

Isabel García: Rhetorik-Trainerin, Steuerfachgehilfin, Gesangsstudium, Werbesprecherin, Radiomoderatorin, Trainerin, Hörbuchautorin, Buchverlegerin und Ich REDE! Akademie-Leiterin

Wie hat Ihr berufliches Leben begonnen?

Mein Traum vom Gesangsstudium:  Mein Traum war es Gesang zu studieren, aber meine Eltern wollten etwas Solides für mich. Deswegen habe ich Steuerfachgehilfin gelernt und ein paar Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Meinen Traum vom Gesangsstudium habe ich jedoch nicht aufgegeben, sondern extra noch Klavier gelernt und mit 24 Jahren dann begonnen. Leider war ich dann schon viel zu alt, um in diesem Bereich noch Karriere zu machen.
Radiomoderatorin: Nach der erfolgreichen Zwischenprüfung im Gesangsstudium, bin ich in den Sprechbereich gewechselt. Nach verschiedenen Sprecherjobs in der Werbung und als Moderatorin, war ich 10 Jahre lang Radiomoderatorin. Unter anderem bei R.SH und beim NDR.
Rhetoriktrainings: Danach habe ich mich wieder dem Bereich Rhetoriktrainings gewidmet. Führungskräfte- und Persönlichkeitstraining etc. folgten und nahmen so überhand, dass ich gar nicht mehr alle Anfragen annehmen konnte. So entstand mein neues Ziel: mehr Leute erreichen!
Speakerin: Ich habe gehört, dass es einen Job gibt, der Speaker heißt. Ich habe mich erkundigt, was ich tun muss, um als Speakerin erfolgreich zu werden und innerhalb von einem Jahr war ich dann sehr schnell in der Branche etabliert.
Hörbuch: Nächste Idee: Ein Hörbuch schreiben! Zeitdauer: Eine einzige Nacht! Bislang das erfolgreichste Hörbuch im Rhetorikbereich.
Gründung des Buchverlags „Sessel Records & Books“: Noch mehr Hörbücher!  
Gruppentraining in 2 x 15 Wochen: Mit einem neuen Konzept sollten die Kunden das lernen, was sie verbessern wollen: die Stimme verbessern, die Angst vorm Reden überwinden oder die Bühnenpräsenz steigern. Ich wollte die Kunden an die Hand nehmen und mit ihnen gemeinsam über ihre Ziellinie gehen. Früher war dies ein Präsenztraining und dann habe ich aus diesem Konzept 2013 die ICH REDE Akademie gemacht. Ein Online-Training. Innerhalb von 8 Wochen konnte ich diese Einheiten online einer großen Anzahl zur Verfügung stellen. Jeden Tag eine Lerneinheit von Smalltalk, über Atemtraining, eine Rede halten, einfach das A - Z  der Kommunikation und Rhetorik. Für Studenten kostet es nur  99 €.
Heute: Rednerin, Autorin, Buchverlegerin, ggl. Trainings und WIS - Wissens-Impro-Show® - und immer wieder neue Ideen!

"Weniger ist mehr!"

1. Frau García, worauf sind Sie am meisten stolz?

Ich bin wahnsinnig stolz darauf, dass ich bei mir angekommen bin.

Ich bin wahnsinnig stolz darauf, dass ich keinen Wert mehr auf Status lege.

Ich bin wahnsinnig stolz darauf, dass sich meine Werte immer mehr festigen und ich jeden Tag ein Stückchen dazu beitrage, dass Leute, die mir begegnen, ein Stück glücklicher aus der Begegnung rausgehen, als sie angekommen sind.

2. Mit welchen Eigenschaften haben Sie Ihre jetzige Position erreicht?

Ich bin sehr schnell im Kopf. Wenn ich eine Idee habe, kann ich sehr schnell etwas erfassen, sehr schnell ein Buch schreiben oder ein neues Konzept erstellen. Ich nehme mir aber auch immer wieder einen halben oder ganzen Tag Auszeit und gehe mit dem Hund spazieren. Dann bin ich noch kreativer und schneller! Ich habe sehr, sehr viel Mut gebraucht, weil ich ein schüchterner Mensch bin! Mit 24 Jahren hatte ich meinen ersten Freund, weil ich mich vorher gar nicht getraut habe, zu einem Mann „Hallo“ zu sagen. Auch heute habe ich auf der Bühne jedes Mal noch Respekt.

Ich trete mir jedes Mal wieder in den Hintern, wenn ich auf die Bühne gehe. Wenn es gut gelaufen ist und die Leute begeistert sind, ist es für mich das größte Geschenk überhaupt. Bei mir gibt es kein Schema F, keinen auswendig gelernten Vortrag. Ich gehe jedes Mal situativ und individuell auf das Publikum ein. Es gibt auch Vorträge, wo ich anschließend denke, „Oh Herr, lass den Boden aufgehen, lass mich versinken!“. Die Leute denken zwar immer noch, dass es ein solider Vortrag war, aber ich bin „standing ovations“ gewohnt. Wenn‘s mir dann ein paar Stunden oder Tage schlecht geht, setzte ich mich sofort daran, zu überlegen, was ich daraus lernen und wie ich mich verbessern kann. Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten.

3. Gab es etwas auf das Sie verzichten / in Kauf nehmen mussten?

Normalerweise bin ich echt eine Workaholicerin. Ich habe 15 Jahre lang durchgearbeitet. Mittlerweile habe ich gelernt loszulassen und auch mal weniger zu machen. Meinen ersten Urlaub nach 15 Jahren habe ich sehr genossen.

Zu Beginn habe ich sehr viel mit den Social Medias gemacht, bis ich gemerkt habe, dass ich mich verliere. Jetzt bin ich nur noch beruflich bei facebook und stelle meine Youtube-Videos ein. Damit habe ich mir sehr viel Privatsphäre und Leichtigkeit zurückerobert.

4. Gab es Misserfolge oder Widrigkeiten? Wie sind Sie damit umgegangen?

Ich habe mich oft gegen alle Widerstände gestellt. „Du? Gesang? Bist du sicher?“ oder „So kann das ja nicht klappen!“ Ich habe so oft schon das Gegenteil bewiesen. Jetzt muss ich nichts mehr beweisen.

Misserfolge auf der Bühne sind für mich schon hart. Oft ist es aber so, dass ich nach dem Vortrag dachte, es war ein Misserfolg und der Vortrag kam doch sehr gut an. Es gibt einfach Bundesländer, die weniger lachen oder gar nicht. Die kommen hinterher zu mir, und sagen, „Sie waren aber lustig!“ Mittlerweile weiß ich, dass Misserfolge nichts Dramatisches sind. Entweder lasse ich es oder mache es das nächste Mal anders!

5. Gibt es jemanden, der Sie unterstützt hat auf Ihren Weg?

Als Speakerin hat mich Nadine Buschhaus von der Event-Agentur Sprecherhaus sehr gepusht und mich mit dem Vortrag „Ich REDE.“ für viele Vortragsreden gebucht. Das Marketing habe ich bisher mit meiner besten Freundin, die Graphikerin ist, gemacht.  Anfang Februar habe ich mit einer Marketingagentur eine neue Homepage erarbeitet. Sie steht für die Werte, die ich auch auf der Bühne vertrete:  „Weniger ist mehr!“ Ich besitze ja keine Gegenstände, sondern lebe aus zwei Koffern. Meine Möbel sind geliehen. Ich habe kein Auto und keine Statussymbole. Auch die neue Homepage ist ganz schlicht. Ohne kompliziertes Menü,  ein kleiner Begrüßungsfilm plus die Vorstellung der 3 Vorträge, die ich halte.  Ehrlich, ungeschminkt!  Das was sie sehen, bekommen sie dann auch. Weniger ist mehr!

6. Haben Sie noch weitere Ziele?

Ich habe festgestellt, dass Ziele mich immer wieder vom Leben weg führen. Ich achte darauf, dass es mir im Hier und Jetzt gut geht. Für mich ist es egal, ob ich dieses Jahr in Hamburg oder Spanien lebe, ob ich ein bisschen mehr arbeite oder mehr Freizeit habe.

Klar habe ich ein paar Projekte, die ich jetzt angehen werde! Aber wenn die nicht funktionieren, dann ist es eben so. Ich habe ständig Ideen, z.B. ein Magazin, die WIS - Wissens-Impro-Show® und ich will endlich mein Gesangsalbum aufnehmen. Als Ziel habe ich eher, ein schönes Leben zu führen.

7. Was raten Sie jungen Leuten?

Seid neugierig! Findet heraus, wer ihr selbst seid! Es gibt einen bunten Strauß an Möglichkeiten und ihr könnt euch das für euch passende rausholen.

Falls ihr euch selbständig machen wollt, überlegt es euch gut. Ich habe es mir sehr leicht vorgestellt und das war es nicht. Ich würde mir heute gut überlegen, ob ich die nötige Kraft, ein finanzielles Polster und auch Leute habe, die mich seelisch und zur Not finanziell unterstützen.

Selbständigkeit ist ein Geschenk, aber kein Zuckerschlecken!

Erfolgsstory Nr. 5 - Mario Biel

Glückliche Kombination von Beruf und Hobby

Interview mit Mario Biel, Führungskräfte-Coach und Psychotherapeut, am 09.04.2015

 Werdegang in Stichworten:

  • Aufgewachsen in einer Unternehmerfamilie (Maschinenbauunternehmen)
  • Pädagogik-Studium in Tübingen
  • lange Zeit in der Jugendhilfe tätig, 3 Jahre Außenwohngruppe
  • 15 Jahre Leitung und Geschäftsführer "Haus Aichele" (Psychotherapeutisches Heim in Beuren)
  • Weiterbildungen: Psychoanalyse für Kinder und Jugendliche, Psychodrama, Syst. Familientherapie, System. Coaching und Organisationsberatung
  • Seit 1995 selbständig als Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche
  • Coaching für Führungskräfte und Begleitung von Veränderungsprozessen in mittelständischen Firme

Worauf sind Sie am meisten stolz?

Dass ich verschiedene Sachen, wie Vater und Partner meiner Frau sein, ganz gut hingekriegt habe. Im geschäftlichen Bereich habe ich mein eigenenes Ding aufgezogen. Ich verbinde Coaching und Seminare mit meiner Leidenschaft für das Wandern und Bergsteigen. Durch diese Form der Arbeit erreiche ich gleichzeitig einen guten körperlichen Zustand ebenso wie einen mentalen Abstand. Ich kann sowohl die geschäftliche Seite als auch die psychotherapeutische Seite abdecken im beruflichen Umfeld abdecken. Besonderes Highlight beim Bergsteigen: Große Eiswand in den Walliser Alpen mit 700 Höhenmetern!

Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Beziehungen gut und zufriedenstellend zu gestalten. Ausgleich und Balance zu haben, gleichermaßen Leistungen  im geschäftlichen Bereich bringen als auch Entspannung und  Bewegung zu haben. Einen Ausgleich zu halten, zwischem dem, was mir Spaß macht und neuen  Herausforderunge

Mit welchen Eigenschaften haben Sie Ihre heutige Position erreicht?

1. Ausdauer! Ich habe ziemliche Ausdauer, um an Ideen oder Projekten dranzubleiben, auch wenn sie nicht so schnell durchsetzbar sind.

2. Hohe Empathiefähigkeit! Einfühlungsvermögen ist für mich als Coach sehr wichtig.

3. Lust, Neues auszuprobieren!

Gab es etwas, das Sie in Kauf nehmen mussten?

Ich habe teilweise extremen Einsatz gebracht, z.B. als Leiter von Haus Aichele. Zusätzlich habe ich noch die analytische Ausbildung, 3-mal in der Woche abends absolviert. Das hat meine Zeit für die Familie sehr eingeschränkt, als die Kinder klein waren und mein Familienleben hat schon ein Stück weit darunter gelitten.

Gab es auch Misserfolge/Widrigkeiten in ihrem Leben?

Misserfolge gab es natürlich auch. Da brauche ich selber eine gewisse Zeit, um das zu verdauen, um so mit dem Gefühl, dass ich etwas nicht hingekriegt habe , umzugehen.  Ich schaue dann eher, was ich daraus lernen kann.  Aus Schwierigkeiten habe ich rückwirkend am meisten gelernt habe. Misserfolge können zu persönlichem Wachstum führen. 2- 3 mal habe ich versucht mit Kollegen, die größere Beratungsfirmen aufgebaut hatten, Kooperationen einzugehen und habe es mehrfachl erlebt, dass Konzepte abgekupfert wurden.  Ich war einfach zu gutmütig.

Gab es oder gibt es jemanden, der Sie unterstützt hat?

Meine 2 besten Freunde, mit denen ich sehr offen alles bereden kann und die voll hinter mir stehen. Meine Frau ebenso. Von Herrn Schickinger, der lange Familientherapeut im Haus Aichele war, und Gunther Schmid, Hypno- und systemischer Therapeut, habe ich sehr viel gelernt.

Haben Sie noch weitere Ziele?

Ja! Im November war ich mit nur einem Kunden 14 Tage in Nepal. Das war eine sehr intensive Einzel-Coaching-Reise. Diese intensive Coachingerfahrung bietet sich vor allem für Menschen mit sehr hoher Verantwortung an, die ein ganzes Bündel an Konflikten mit sich herumtragen. Beispielsweise geschäftliche Themen, Nachfolgeregelungen, Familienthematiken und/oder Zielvorstellungen können geklärt oder auf den Weg gebracht werden.  Diese Coaching-Projekte möchte ich gerne intensivieren. Da bin ich von der Zeiteinteiling flexibler es macht mir große Freude. Die Psychotherapie werde ich sukzessive an eine Kollegin abgeben.

Was raten Sie jungen Leuten?

Herauszufinden, was mache ich wirklich gerne! Was hat hohe Attraktivität für mich und den eigenen Traum leben! Nicht in einer vorgefertigten Laufbahn Karriere machen. Ich lege sehr viel Wert auf persönliche Entwicklung und Freiheit.

Eine gute Grundausbildung ist wichtig, aber es gibt viele Wege, um zu Erfolg und zu persönlicher Weiterentwicklung zu kommen. Umwege sind oft nicht schlecht, sondern sehr bereichernd!

Erfolgsstory Nr. 4 - Prof. Dr. Rainer Göckler

Von der Hauptschule zum Professor

Interview mit Prof. Dr. Rainer Göckler, DHBW Stuttgart, Bereich Sozialwesen, Studiengangsleiter für Arbeit – Integration – Soziale Sicherung am 25.03.2015

  • 1973 Hauptschule mit externer Prüfung zur Mittleren Reife
  • Ausbildung bei der Stadtverwaltung im Mittleren Dienst,
  • 5 Jahre Sachbearbeiter beim Sozialamt, parallel 3,5 Jahre Abendgymnasium,
  • Zivildienst in Suchtberatungsstelle
  • Studium Erziehungs- und Sozialwissenschaften und Germanistik, nebenamtliche Tätigkeitin der Suchtberatungsstelle
  • Aufgrund von Arbeitssuche als Mitarbeiter bei der Bundesagentur für Arbeit gelandet
  • Parallel dazu ein Zweitstudium als Arbeits- und Berufsberater
  • bis 1995 in verschiedenen Funktionen als Fach- und Führungskraft bei der Bundesagentur für Arbeit
  • 1995 bis 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule des Bundes für Arbeit
  • Dr. phil (Universität Dresden) 2008
  • 2009 Professur für Integrationsmanagement an der Fachhochschule der Bundesagentur, Mannheim
  • Seit 2011 Professur für Soziale Arbeit und Studiengangsleiter für Arbeit- Integration und Soziale Sicherung, DHBW Stuttgart, Bereich Sozialwesen

Worauf sind Sie am meisten stolz?

Mit dem Begriff tue ich mich schwer. Stolz bin ich in erster Linie auf meine Familie. Beruflich freue ich mich, dass meine Veröffentlichungen z.T. in der 5. Auflage gedruckt werden  und somit einen vorhandenen  Bedarf abdecken. Da kann man auch ein bisschen stolz sein.

Was ist Ihnen wichtig im Leben?

Privates ist immer wichtiger als das, was ich beruflich mache. In der Regel kann man beides ganz gut miteinander vereinbaren. Es gab aber auch Fälle, wo ich mich entscheiden musste. Ein Beispiel:  Meine Frau studierte Ende der 80er Jahre in Bonn. Da wir Nachwuchs bekamen, wollte ich nach meiner Ausbildung  5 Monate Erziehungsurlaub nehmen, damit meine Frau ihr Studium beenden konnte. Der damalige Behördenleiter hat über eine Stunde versucht mir dieses Ansinnen auszureden. Er verabschiedete mich mit den Worten: „Ihnen ist klar, dass hier Ihre Karriere zu Ende ist, noch bevor sie begonnen hat!“  Es hat sich nicht bewahrheitet.

Mit welchen Eigenschaften haben Sie Ihre heutige Position erreicht?

Es gibt zwei Haupteigenschaften, die ich habe: Beharrlichkeit und Neugier.

  1. Eine relativ große Beharrlichkeit. Ich bleibe an Ausbildungen, Themen und Projekten dran, wenn ich das Gefühl habe, sie sind bedeutsam für mich. Ich bin niemand, der vorne steht und glänzt. Ich überzeuge am liebsten mit Themen , die  Bestand haben und nachhaltig sind.
  2. Die Neugier und Wissensdurst: Mit Anfang 19 war ich schon Sachbearbeiter. In  der zweiten Woche ist eine junge Frau mit zwei kleinen Kindern weinend bei mir zusammengebrochen. Ich war völlig hilflos. Es gab keine Vorbereitung, kein Kommunikationstraining, kein Beratungstraining. Ich hatte nur ein wenig Ahnung von Recht. So wollte ich nicht auf die Menschheit losgelassen werden. Das war meine Motivation zu sagen, ich möchte mehr Hintergrundwissen haben und so begann ich mit dem Abendgymnasium. Ansonsten mag ich keine Langeweile. Nach 5 Jahren stellt sich Routine ein. Deshalb drängte es mich alle 5 Jahre nach etwas Neuem zu schauen. Das muss nicht unbedingt mit einer besseren Stelle oder mehr Gehalt eingehen. Auch immer was mit Menschen, besonders mit Menschen in schwierigen Lebenslagen, zu tun zu haben, zieht sich durch meine ganze berufliche Laufbahn.

Beispiel: Meine Mutter war sehr verunsichert, als ich als junger Mann meine sichere Beamtenlaufbahn aufgeben wollte. Sie hat mich aufgefordert, dass doch noch mal sehr gut zu überlegen. Ich war damals eher zufällig bei der Stadt gelandet und war froh, überhaupt etwas zu haben. Dann habe ich aber die Sicherheit gegen etwas Neues, von dem ich hoffte, dass es mich weiterbringen würde,  eingetauscht. Diese Aussicht war mir das Risiko wert.

Gab es etwas, das Sie in Kauf nehmen mussten?

Ja, ich pendle jetzt im 20. Jahr über 300 km bis zum Arbeitsplatz und wohne 4 Tage unter der Woche in der Stadt, in der ich arbeite. Das ist der Preis, den ich in Absprache mit der Familie, zahlen muss(te) für gute Arbeitsstellen und berufliche Weiterentwicklung.

Gab es auch Misserfolge/Widrigkeiten in ihrem Leben?

Ich bin von meiner Sozialisation kleinbürgerlich sozialisiert. In diesem Milieu sind Misserfolge Bestandteile des Lebens. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man Erfolg genießen kann, wenn man Misserfolge nicht kennengelernt hat. Man kann a) nicht immer gewinnen und b) hat es aber auch nie dazu geführt, dass ich mich resigniert zurückgezogen habe, sondern mich dann gegebenenfalls in einem Nachbarfeld orientiert  habe.

Erfolgsstory Nr. 3 - Irmi Mussack

Irmi Mussack

Erst Köchin auf einem Greenpeace-Schiff - jetzt Geschäftsführerin und Verwaltungsleiterin

Interview mit Irmi Mussack, Geschäftsführerin und Verwaltungsleiterin im Deutsche Rentenversicherung Bildungszentrum Reinfeld e.V.,

am 13.11.2014

Ausbildung: Diplom Ingenieur (FH); Master of Science (Resource Management)

Frau Mussack, was bedeutet für Sie Erfolg?

Erfolg heißt für mich, in der jeweiligen  Lebenssituation das für mich Passende zu  suchen,  zu finden und zu machen.

Ich habe keinen  sogenannten „geraden“ Lebenslauf wie es lange üblich war, sondern einen  inzwischen als modern und vorteilhaft angesehenen beruflichen Werdegang mit mehrfachem – auch kulturellem - Perspektivwechsel. Direkt nach dem Abitur habe ich ein Studium zum Dipl. Ing. (FH) absolviert und war danach 6 Jahre selbständig tätig, u.a. auch als Ausbilderin. Da mein Fernweh immer stärker wurde, wollte ich eine einjährige Weltreise machen.  Während dieser Reise bin ich in Australien auf ein Greenpeace-Schiff gestoßen, das  zu einer Expedition in die Antarktis aufbrechen sollte. Da wollte ich unbedingt dabei sein.  Zufall oder Fügung – auf dem Schiff war genau  noch eine Position unbesetzt: Koch.  Da passte es geradezu ideal, dass meine Mutter, als studierte Hauswirtschaftslehrerin, mir schon in früher Jugend über Jahre ihr geballtes Wissen vermittelt hatte und ich mir am sozialwissenschaftlichen Gymnasium das ich besucht hatte, weiteres  ernährungswissenschaftliches Wissen angeeignet hatte.   Ich wurde Crewmitglied und landete nach der aufregenden ersten Greenpeace Antarktis Expedition Anfang  1986 an meinem Traumziel Neuseeland.  Nach einer zweiten Antarktisexpedition – diesmal als Chefkoch - absolvierte ich in Neuseeland ein zweijähriges  Studium zum Master of Science (Resource Management) und war in diesem Berufsfeld acht Jahre – auch als Kampagnen-Bereichsleiterin - für Greenpeace  Deutschland tätig..

Wie haben Sie Ihre jetzige Position erreicht?

Erreicht habe ich diese Position ganz schlicht durch eine Initiativbewerbung. Ich wollte meinen damals noch kleinen Sohn erziehen können und gleichzeitig als Führungskraft unser beider Unterhalt verdienen.  1996 sah ich eine Anzeige in einer lokalen Werbezeitschrift und mein Sohn wollte gerne die Baukräne angucken, die auf der Baustelle standen. So wurde ich auf das Bildungszentrums aufmerksam und schrieb einfach hin: „Hier wäre ich. Sie brauchen bestimmt eine Geschäftsführerin. Ich sichere Ihnen volle Belegung und gute Zahlen zu“.

Daraufhin wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen.  Die Stelle war nie extern ausgeschrieben. Ich hatte noch  zwei  männliche Mitbewerber und dachte, das sei nur eine Alibiveranstaltung, um wenigstens eine Frau, zumal eine Externe, auch einzuladen. Die anderen beiden Bewerber waren interne Kandidaten. Ich dachte, ich bin chancenlos und ging deshalb  relativ entspannt in das Gespräch. Ich nahm es einfach als Übung. So war ich im Gespräch sehr neugierig, habe selbst viele Fragen bezüglich Unternehmens- und Organisationsstruktur gestellt. Ich war höflich-offensiv und nicht etwa in einer Opferhaltung.  Ich denke, das ist auch der Schlüssel  in Einstellungsgesprächen, angemessen selbstbewusst sein , sich massiv mit dem Unternehmen im Voraus auseinandersetzen und gute Fragen stellen.  Zwei  Wochen später klingelte bei mir das Telefon und ich bekam die Stelle.

Woher haben Sie den Mut genommen, einfach hinzugehen und zu fragen, ob eine Stelle frei ist?

Das war ein Bauchgefühl und aus der Lebenssituation heraus bestimmt. Ich hatte vorher in Hamburg gearbeitet.  Zu diesem Zeitpunkt war ich dann mit einem kleinen Kind alleinerziehend und  konnte nicht jeden Tag nach Hamburg pendeln, zumal ich mein Kind auf dem Land aufwachsen sehen wollte. Da meine Familie nicht hier wohnt  und ich noch kein  Netzwerk hatte, waren kurze Arbeitswege die einzige Rettung, um  - mit der Unterstützung einer Tagesmutter und später dem Hort - Raum zu schaffen, damit ich mein Kind begleiten und erziehen konnte , wenn man in Vollzeit arbeitet. 

Gab es etwas auf das Sie verzichten mussten?

Die Bereitschaft mehr zu tun und Überstunden zu machen, muss da sein. Mein Arbeitshandy habe ich immer dabei.  In so einem Job kann man nicht in kleinen Kästchen denken. Da wir  ein  kleines Kernteam für eine große Einrichtung sind, kommen alle Anliegen sehr schnell bei mir an. Das muss man einfach mögen. Den Job nur von 9 Uhr bis 17 Uhr zu machen, geht nicht.

Haben Sie noch weitere Ziele?

In den letzten 22 Jahren habe ich zusätzlich verschiedene  Aufsichtsratstätigkeiten bei Greenpeace ausgeführt. 8 Jahre lang war ich  Aufsichtsratsvorsitzende  der skandinavischen GreenpeaceBüros. Das hat mir aufgrund der Internationalität sehr viel Spaß gemacht.   Seit sechs Jahren bin ich für „Greenpeace International“ als  Aufsichtsratsmitglied tätig. Ich sehe mein Leben als Blumenstrauß, wo ich immer wieder mal entscheide, welche neue Blume ich hineinstecke. Das ist mein Wunsch für die Zukunft, dass ich mir schöne „Blumen“  vorstellen kann und diese dann in meinen Strauß hineinstecken kann. Meine  Aufsichtsratstätigkeit bei Greenpeace International  endet  im Sommer  2015 und dann schaue ich mal, was dann kommt.

Was raten Sie jungen Leuten?

Ausbildung, Kreativität und Durchhaltevermögen sind wichtig! Und –  keine Angst  haben , wenn das Leben scheinbar  im „Zickzack“ verläuft. Es fügt sich alles.

Erfolgsstory Nr. 2 - Maria Mancarella

Maria Mancarella

Schwierigkeiten aushalten können!

Interview mit Maria Mancarella, stolze Besitzerin Ihres eigenen Nagelstudios „Nailbar“ in Kirchheim/Teck

Wie haben Sie Ihr Ziel erreicht, ein eigenes Nagelstudio zu besitzen?

Mit ganz viel Zielstrebigkeit, dem großen Wunsch immer mehr lernen zu wollen. Auch mit der Bereitschaft auf das ein oder andere zu verzichten. Ich wollte mein eigener Chef sein, meine eigene Ideen umzusetzen, alles selbst bestimmen und gestalten können.

Wie verlief Ihr Weg bis zu Ihrem Ziel jetzt?

Es war auf jeden Fall nicht immer einfach. Ich habe erst in einem anderen Nagelstudio gearbeitet, hatte dann aber den Wunsch, meine eigenen Ideen umzusetzen. Ich habe viel Kraft, Zeit und Mut investiert.  Auch negative Auswirkungen wie familiäre Diskrepanzen habe ich in Kauf nehmen müssen, da nicht alle mit meiner Selbständigkeit einverstanden waren.  Das hat sich aber alles wieder gelegt und ich bin sehr glücklich, wie es jetzt ist. Das Nageldesign war ursprünglich ein Hobby von mir, bei dem ich meine Kreativität ausleben konnte. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich heute von meinem „Hobby“ leben kann. Neben dem Nageldesign halte ich Schulungen, was mir sehr viel Spass macht. Dafür habe ich extra eine Zertifizierung gemacht und sowohl Zeit als auch Geld investiert.

Gab es etwas auf das Sie verzichten mussten?

Manchmal fehlt es an der Zeit für die Famiilie. Aber ich bin sehr froh, dass mich mein Mann und meine Eltern sehr unterstützen.

Was raten Sie jungen Leuten?

Wer die Power für die Selbständigkeit hat, sollte seinen Ideen auf jeden Fall umsetzen. Ich finde die Selbständigkeit mit ihren vielfältigen Aspekten wie Raummiete, Werbung, Kundenbindung, Buchhaltung, Planungen und Investitionen eine sehr spannende Geschichte und wünsche mir, dass es vielen gelingt, das mal auszuprobieren.

Und ganz wichtig – auf jeden Fall nie aufgeben!!!

Erfolgsstory Nr. 1 Interview mit "Miss Marple" aus der Pfalz

Undercover in Dirmstein – Interview mit Frau Ettisch-Enchelmaier am 10.12.2014 von Doris Hofmann-Lange

Miriam Ettisch-Enchelmaier  war Produkttesterin bei Microsoft, hat einen Masterabschluss in IT und zählt seit über 42 Jahren zu den erfahrensten Ermittlern der Welt. Sie hat unter anderem Fälle in Russland und China gelöst, in Neukaledonien und im Iran recherchiert. 2013 wurde sie vom weltgrößten Detektivverband, der World Association of Detectives (WAD) zur Detektivin des Jahres gekürt. 1998 hat sie selbst den Online-Detektivverband IWWA gegründet.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Auf die Reputation, die ich mir im Laufe der Zeit mit viel Fleiß erarbeitet habe. Schon in den 70er Jahren wusste ich, dass die Zukunft in der Internationalität liegt. Meine Auslandserfahrung und meine sehr guten Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch, dazu etwas Spanisch und Italienisch, waren ein sehr gutes Alleinstellungsmerkmal. Mit Neugier und Durchhaltevermögen baute ich mir ein weltweites Netzwerk auf, was mein Hauptkapital ist.

Sehr stolz bin ich darauf, dass ich 40 Jahre nach meinem Bachelor-Abschluss in Durham/Großbritannien noch den Master in IT erworben habe. Titel der Masterarbeit: „How to be a highly successful private investigator“!

Was finden Sie an Ihrem Beruf besonders interessant?

Die weltweite Kommunikation mit sehr verschiedenen Nationalitäten finde ich besonders spannend. Deutschland liegt ja ungefähr in der Mitte zwischen Australien und Kalifornien. Es passiert zum Beispiel, dass ich morgens um 6 Uhr mit Australien telefoniere und ein paar Minuten später mit Kalifornien. Die Vertiefung in Recherchen und knifflige Fälle, Betrügern hinterher spüren, für Unternehmen die Liquidität von Firmen überprüfen, für Versicherungen Todesfälle abklären oder nach verschollenen Erben suchen. Reisen muss ich dafür in der Regel nicht. Meine Fälle löse ich fast ausschließlich per Telefon und Internet.

Mit welchen Eigenschaften haben Sie Ihre jetzige Position erreicht?

Mein Motto : „I don’t take no for an answer.“  Mit Mut, Beharrlichkeit und Menschenkenntnis. Sich bei Schwierigkeiten neue, kreative Wege überlegen. Mit Höflichkeit auf der menschlichen Klaviatur spielen zu können. Dann erreicht man viel mehr Auskünfte. Mit  Fingerspitzengefühl habe ich so manche Ergebnisse erhalten, wo andere gescheitert sind.

Gab es etwas auf das Sie verzichten mussten?

Man muss zeitlich flexibel sein. Von 9 Uhr bis 17 Uhr arbeiten, ist nicht möglich. Es gilt sowohl „the early bird catches the worm“ als auch „the late bird catches the worm“, wenn ich dann spät abends (bzw. in anderen Ländern früh morgens) die erste bin, die auf eine Mail geantwortet hat. Es gab auch Leute, die mitten in der Nacht angerufen haben, da ihnen nicht klar war, wie spät es in Deutschland ist. Bei dringenden Anfragen muss man notfalls auch mal arbeiten, wenn man krank ist.

Gab es auch mal Widrigkeiten/ Widerstände, wie sind Sie damit umgegangen?

Durch den Siegeszugs des Internets Mitte der 90er Jahre brach für viele Detektive das Hauptgeschäftsfeld weg, da viele Leute selbst recherchierten. Da habe ich sehr schnell in eine sehr gute Technologie investiert, meine IT-Kenntnisse erweitert, um den anderen immer einen Schritt voraus zu sein.

Haben Sie noch weitere Ziele?

Meinen Beruf so lange wie möglich ausüben zu können. Das Schöne ist, dass ich auch mit zunehmendem Alter meinem Beruf noch nachgehen kann.

Was raten Sie jungen Leuten?

Versuchen, einen Beruf zu finden, der einem Spaß macht und wo man sich wohl fühlt. Und dann gute Qualität abliefern. Wer den Beruf nicht nur als Tätigkeit zum Geld verdienen ansehen kann, sondern als Berufung, hat sehr viel mehr Freude und Zufriedenheit.

BDS Open 01./02. November 2014 Vortrag "Bewerbungen optimal gestalten"

BDS Messe Doris mittel

BDS Open 2014

Die Messe in Kirchheim/Teck

Am 01. und 02. November 2014 werde ich von 11 Uhr - 17 Uhr auf der BDS Open in der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule mit einem Messestand vertreten sein. Am Samstag werde ich zudem zwei Vorträge halten: "Bewerbungen optimal gestalten" und "Souverän im Vorstellungsgespräch". Ich möchte Sie herzlich einladen, die Messe und meinen Stand zu besuchen. Gerne berate ich Sie zu den Themen, die ich anbiete.

Auf Ihr Kommen freut sich

Doris Hofmann-Lange

Zusätzliche Studiengänge an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

"International Automotive Business"

www.hfwu.de/auw

"Pferdewirtschaft ", Bachelor of Science

http://www.hfwu.de/de/2favm/pferdewirtschaft-bachelor.html

Studieren ohne Abitur - Unterstützung für Berufserfahrene

Mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens 3 Jahren Berufserfahrung. Um die Erfolgschancen auf dem "dritten Bildungsweg" zu verbessern, hat die Hans-Böckler-Stiftung ein Modell-Projekt aufgelegt: ein Programm aus Vorbereitungskursen, Lerngruppen und e-learning-Angeboten, vor allem für Studenten der Ingenieurwissenschaften an der Uni-Duisburg-Essen oder des Gesundheitswesens Niederrhein. Möglich sind auch Stipendien.

Master-Studiengang "Infection Biology" an der Uni Lübeck

Das Studium bereitet auf die selbständige wissenschaftliche und angewandte Tätigkeit von Krankheitserregern vor, die für den Menschen relevant sind.

www.uni-luebeck.de/studium

Fernstudium an der APOLLON Hochschule

Studiengänge:

  • Bachelor Gesundheitslogistik
  • Prozessmanagement im Gesundheitswesen
  • Bachelor Gesundheitsökonomie (B. A.)
  • Bachelor Gesundheitstourismus
  • Management im Gesundheits- und Wellnesstourismus (B.A.)
  • Bachelor Präventions- und Gesundheitsmanagement (B. A.)
  • Bachelor Gesundheitstechnologie-Management (B. A.)

Master-Studiengänge (Regelstudienzeiten von 3 bis 4 Semestern):

  • Master of Health Management (MaHM)
  • Master of Health Economics (MaHE)

Beides sind weiterbildende Studiengänge, die neben einem Hochschulabschluss auch qualifizierte Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren voraussetzen. Wer an der APOLLON Hochschule den Bachelor Gesundheitsökonomie (B. A.) erfolgreich beendet, kann den konsekutiven Master Gesundheitsökonomie (M. A.) anschließen.

www.apollon-hochschule.de

Studienplätze an der Fachhochschule Wedel

"Informatik und E-Commerce", Bachelor- Studiengang
Abiturienten mit sehr gutem Abitur erhalten Stipendium

www.fh-wedel.de/wirtschaft

Deutschlandweit einzigartiges Technikstudium am Hasso-Plattner-Institut Potsdam

ab Wintersemester 2012, Bachelor- und Masterstudiengang:

"IT-Systems-Engineering", praxisnaher Universitäts-Studiengang

Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2013

www.hpi.uni-potsdam.de

Neue Studiengänge an der Hochschule für Gesundheit in Bochum

Ergotherapie, Hebammenkunde, Logopädie, Pflege und Physiotherapie

http://www.hs-gesundheit.de/de/thema/studium/